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Gehört: BLAQK AUDIO: „CexCells“

Sonntag, 17. Februar 2008 - 14:22 | Kategorie: Musik, Regiomusik | 0 Kommentare | Trackback

Blaqk Audio - CexCellsDavey Havok und Jade Puget verbindet zwei Gemeinsamkeiten. Beide sind Teil der weltbekannten Rockband AFI und sie teilen sich eine Schwäche für elektronische Musik. Aus diesem Verlangen heraus entschieden sich die beiden Musiker im Jahre 2006 dazu, neue Wege zu beschreiten und ein Nebenprojekt zu starten, welches sich einzig und allein dieser Neigung widmen sollte. BLAQK AUDIO war geboren.

In den USA war der Erstling des Duos ein voller Erfolg. Mit für viele Menschen gewöhnungsbedürftiger Musik und beinahe 30.000 verkauften Kopien, allein in der ersten Woche, stieg man auf Platz 18 in den berühmt-berüchtigten und meistens von Pop-Musik beherrschten Billboard Charts ein.

Bereits der erste Song der Platte und die zugleich erste Single-Auskopplung „Stiff Kittens“ verrät, wie es dazu kommen konnte. Schon das Hören der ersten Sekunden erinnert stark an die Pioniere des Synthiepops der 80er Jahre. Denn Depeche Mode waren es damals, die elektronische Musik erst so richtig salonfähig machten und wie man es heute nennen würde EBM oder Darkwave, auf den Vormarsch brachten. Sobald Havoks Stimme erklingt, fühlt man sich unweigerlich in diese Zeit zurückversetzt.

Gesang und Soundelemente, wie man sie vom Industrial kennt, erklingen im Song „Between Breaths“ den man als eine Art Symbiose zwischen Depeche Mode und den großen Nine Inch Nails beschreiben könnte. Ein weiterer Song auf den Dave Gahan stolz sein dürfte und zugleich ein besonderes Highlight des Album spiegelt sich in „Bitter for Sweet“ wider. Eine eingängige Melodie und ein Refrain mit Ohrwurmcharakter machen aus dem ersten veröffentlichen Song des Projekts etwas ganz besonderes. Die Spitze des Eisbergs wird aber erst mit „Cities of Night“ so richtig gestürmt. Der Abwechslungsreichtum und die futuristischen Klanggebilde dieses Meisterstückes entfalten sich hier auf bombastische Weise.

Den Abschluss bildet eine Ballade, die mit Gesang voller Gefühl auftrumpft und zum Träumen anregt, perfekt um „CexCells“ würdig ausklingen zu lassen. Fans von Bands wie Assemblage 23, Covenant oder Depeche Mode dürfte dieses Album einem Gourmet Essen gleichkommen, AFI Anhänger könnten allerdings etwas enttäuscht werden, denn der Sound unterscheidet sich doch stark von der gewohnten Kost.

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