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Gehört: AGABUS: „Last Way Left“

Montag, 28. April 2008 - 17:24 | Kategorie: Musik, Regiomusik | 0 Kommentare | Trackback

Agabus - Last Way LeftEinige gute Bands kommen aus einem der schönsten Länder unseres so maltretierten Planeten, nämlich Italien. Und eine davon ist die anno 1997 gegründete Band AGABUS, benannt nach einem Propheten in der Zeit des Neuen Testaments. Vier Jungs mit den kurzsilbigen Namen Raz (Bass), Aro (Gesang), Pala (Drums) und Zapa (Gitarre) machen eine Mischung aus Hardcore, Grindcore und Trashmetal und nur einem klitzekleinen Fünkchen Metalcore.

Zunächst klingt diese Mischung nach einer Band, die sich nicht so recht in ihrem Stil festlegen kann oder möchte, was man allerdings zu hören bekommt, ist nicht von schlechten Eltern. Von der ersten Minute an wird hier Vollgas gegeben, dass die Wände wackeln. Da wird an den Gitarrensaiten gerissen, aufs Schlagzeug eingeprügelt und der Bass voll ausgenutzt. Moshpits dürften bei Konzerten in reicher Zahl entstehen und sich auch so schnell nicht mehr auflösen, so macht Live Musik noch richtig Spaß. Unterstützt durch den passenden Gesang entsteht ein wirklich hörenswertes Gesamtpaket.

Aro reizt seine Stimme bis an die Grenze, mit viel Aggression schreit er sich die Seele aus dem Leib, die ganze Wut die in ihm steckt, gibt er mit Hilfe seiner Stimme wider, als gäbe es kein Morgen. Auch wenn er ab und zu in eine Art Gebrüll abdriftet, tut er das immer noch mit einer Authentizität, die einfach irgendwie da ist. Schade ist allerdings, dass man Teile der gar nicht mal so schlechten Texte, nur mit ein bischen Konzentration mitverfolgen kann. Mitsingen ist bei dem vorgegebenen Tempo leider auch nahezu unmöglich, wahrscheinlich müssen sogar die Bandkollegen richtig schwitzen um nicht den Anschluss zu verlieren.

Bei allem Lob muss es auch etwas Kritik geben und die äußert sich darin, dass die Songs mit zunehmender Laufzeit etwas schwächer werden. Die Schnelligkeit und Härte, die die ersten Tracks ausgezeichnet haben, fehlen im hinteren Teil etwas. Mit „Last Way left“ erklingt in der Halbzeit der EP sogar, ein in meinen Augen etwas unnötiger und ruihger Instrumental Song, der nur drei Worte beinhaltet, nämlich die des Titels. Die folgenden Songs sind zwar wieder richtig gut, aber nicht mehr so mitreißend wie zu Beginn, wobei „Train“ noch der interessanteste ist, hier gibt es sogar ein paar italienische Worte zu hören.

Alles in allem ein wiedermal wirklich gelungener Export aus Italien, der Lust auf mehr macht, hoffentlich auch bald wieder in Form von Auftritten in deutschen Landen.

Zum Ende gilt es aber noch einen Punkt zu besprechen, der mir ganz und gar nicht gefällt – Die EP ist einfach zu kurz.

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