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Gehört: REVERSE: „Demotapes“

Montag, 28. April 2008 - 17:29 | Kategorie: Musik, Regiomusik | 0 Kommentare | Trackback

Reverse

Demotapes sind in den meisten Fällen der erste Schritt zum Plattenvertrag und damit die Dampfwalze, die den Weg zum Erfolg ebnen können. Allerdings braucht es einen Schlüssel um diese große, schwere Maschinerie in Bewegung setzen zu können. Der Schmied, der diesen herstellt, ist im Musikgeschäft die wichtigste Fähigkeit überhaupt – Talent.

Um also die Möglichkeit zu haben, seine Unterschrift auf einen Vertrag setzen zu dürfen, muss man als Band versuchen sein Bestes zu geben, um von sich und seiner Musik zu überzeugen. Das gelingt den einen besser, den anderen schlechter, wobei REVERSE zur letzteren Gruppe gehören. Bands die sich gerade neu formiert haben, versuchen entweder von Anfang an ihren eigenen Stil durchzusetzen, andere neigen oft dazu ihren Idolen nachzueifern. Und genau das macht diese dreiköpfige Band aus Dorsten.

Auf ihrer MySpace Seite erklären Christian Ekamp (Gesang & Gitarre), Oliver Sauer (Bass) und Michael Kozera (Drums) Bands wie Union Youth, Stonesour oder Mötley Crue zu ihren Einflüssen. Eine weitere Band in der Liste ist NIRVANA, die mit ihrem Bandleader Kurt Cobain einen ganz Großen in ihren Reihen hatten. Christian Ekamp versucht ganz offensichtlich den Gesangsstil dieser Legende zu kopieren, was ihm gelinde gesagt nur schlecht gelingt. Besser wäre es, sich auf die Fähigkeiten seiner eigenen Stimme zu beschränken, denn für den Gesang eines Kurt Cobain reicht es nunmal nicht, zumal auch die Texte nicht gerade durch Originalität glänzen. Bescheidener Gesang lässt sich aber natürlich noch durch Instrumente kaschieren.

Den Vorwurf diese nicht gut zu spielen, kann ich den drei Jungs nicht machen, der Drummer ist seinen Bandkollegen sogar einiges voraus. Allerdings ist das, was sie daraus machen einfach zu wenig. Für ein Live – Konzert mit einem ordentlich abgehenden Publikum mag es ja noch reichen. Aber für eine CD, von der man guten Grunge-Rock erwarten will, fehlt es an ausgereiften Melodien, außergewöhnlichen Riffs und Klängen die es nicht schon etliche Male gab. Abschließend gesagt denke ich, dass mit etwas mehr Übung, mehr Erfahrung und einem Sänger der seine Stimme besser einzusetzen lernt, aus dieser Band mit Sicherheit noch einiges herausgeholt werden kann.

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