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THE EELSHOW: „Sane Man in Olympic White“

Dienstag, 13. Mai 2008 - 22:08 | Kategorie: Musik, Regiomusik | 0 Kommentare | Trackback

Die im Dreiländereck liegende Stadt Lindau war bisher nicht gerade bekannt für seinen ausgewachsenen Bandpool, dafür aber für die tolle Lage am Bodensee und die immer währende romantische und ruhige Atmosphäre. Aber vielleicht geben THE EELSHOW den lange erwarteten Startschuss, auf dem Weg zur Punkhochburg Lindau. Potential um zumindest den ersten Schritt in diese Richtung zu setzen, offenbaren sie mit „Sane Man in Olympic White“ allemal.

Schon im ersten Song „A Posteriori“ preschen die fünf Jungs nach vorne, mit treibenden Drums, klasse Gittarrenriffs und angenehm kräftigem Gesang. Zum Ende hin gibt’s dann sogar noch eine Geigeneinlage. Alles in allem ein wirklich gelungener Einstieg, der sofort klar macht, was einen im weiteren Verlauf des Album erwartet: Melodiöser Indipendant Rock mit klar zu erkennenden Punkeinflüssen. Mehr allerdings auch nicht, denn der Bezeichnung Punk wird die Musik auf dieser Scheibe nur teilweise gerecht.

Song Nummer zwei „Conversation II“ hat dann eine wirklich nette Melodie, mit einfallsreichem Sound verfeinert. Wer sich den Song anhört wird merken, was ich damit meine. Mit „A Priori“ folgt ein poppiges Mid-Tempo Stück, das auch als Ballade eine gute Figur machen würde und eine gelungene Abwechslung zu den ersten beiden Songs darstellt, was verhindert dass das Album schon nach wenigen Minuten Spielzeit in Langeweile abdriften könnte. Der beste Langeweile-Killer kommt aber erst zu einem etwas späteren Zeitpunkt und nennt sich „After the Fall“.

Ein wiklich melodiöser Rocksong der sich mit zunehmender Spieldauer immer weiter entfaltet. Zu Beginn recht einfach gestrickt, setzen die Shouteinlagen im Hintergrund jedoch einen herausstechenden Akzent. Als der Song schon vorbei zu sein scheint, beginnt er erst so richtig und sollte es nicht bereits passiert sein, wird er sich spätestens jetzt im Kopf festsetzen. Um auf den ganzen Abwechslungsreichtum noch eins draufzusetzen erklingt zum Ende von „Broken Promises“ sogar noch ein bischen Ska mit Saxophon und Trompete. Was können diese Bayern eigentlich nicht?

Wer auf punkige Rocksongs steht und auf Alben setzt, die Abwechslung und Eingängigkeit bieten, der kann in diesem Fall ohne großes Überlegen zugreifen. In Zukunft werden wir sicher noch einiges aus Lindau hören, ohne jeden Zweifel.

Thomas Böcker

Band-Homepage: http://www.eelshow.com/

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