Einheitsbrei schmeckt gar nicht, deshalb ab damit in die Tonne und am liebsten nie wieder kochen. Bekommt man sowas in einem Restaurant vorgesetzt, ist man da schneller wieder raus, als George Bush Angriff schreien kann. Deshalb lasst uns ins SOUNDARY gehen, das ist neu und es soll erstklassige Kost bieten, überall lassen sich nur gute Kritiken darüber finden, kann also einfach nur gut sein. Wow schmeckt das hier toll, aber mist die schließen jetzt. Bitte lasst uns weiter essen – Sorry, Rien ne va plus!
Los gehts mit Bushfire Part 1. Autsch, das haut ja voll rein, nämlich von Anfang an und mitten ins Herz. Der erste Eindruck zählt nunmal, wäre ich Personalchef müsste ich drei neue Mitarbeiter einstellen. Michele Angelini der als Frontmann nicht nur toll singt, sondern auch Gitarre spielt, Alec Lewis der mit viel Herzblut auf die Drums eindrischt und Philipp Stadler am Bass der dafür zuständig ist, die Wände wackeln zu lassen. Gemeinsam fragen sie in “Could I be happy” und in bester Beatles Manier, nach ein bischen Freude, akustisch und mit viel Flair in Stimme und Instrumenten, bevor im übernächsten Song einer der Höhepunkte des Albums folgt.
Die funkige Nummer namens “Injection of Love” besticht mit toll ausgedachtem Aufbau und Rythmus den man nicht alle Tage zu hören bekommt. Wie in allen Songs zeigen die Jungs, dass man auch gute Musik machen kann, ohne sich dem uralten und mittlerweile langeweilenden Strophe – Refrain – Strophe Prinzip zu bedienen. Klar finden sich auch in Soundarys Songs wiederholende Textpassagen aber so umgesetzt, dass man davon kaum etwas merkt und die Songs bis zur letzten Sekunde Spaß machen. Wie zum Beispiel der witzige Song “Frogman” oder die schönste Ballade der Platte “Ballad of A.M.” die auch leicht unsauber gesungen zeigt welches Potential in der Band steckt sowie der darauffolgende straighte Rocksong “Painted Fingers”.
Groovy gehts los in “Replace the Cap” um im hinteren Teil plötzlich und unerwartet den Metal Hammer zu schwingen. Wieder so eine tolle Idee, nach der andere Künstler vergeblich suchen und teilweise niemals fündig werden, sich aber doch irgendwie bei den Massen beliebt machen und plötzlich im Rockstarpool schwimmen. Hoffentlich erhalten Soundary für ihr Glanzstück genügend Bestätigung und gute Resonanz, wie sie es verdienen. Der erste Radiosender mit offensichtlich gutem Geschmack, hat die Musik schon ins Programm aufgenommen, so kanns weiter gehen.
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