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Gesehen: Äl Jawala beim ZMF

Dienstag, 22. Juli 2008 - 23:14 | Kategorie: Musik, Regiomusik | 0 Kommentare | Trackback
Äl Jawala

Äl Jawala

Nach etlichen Konzerten in Ländern wie Frankreich, Österreich, Bulgarien und natürlich Rumänien, das es den fünf Bandmitgliedern besonders angetan und wo sogar ihr Plattenlabel ihren Hauptsitz hat, führte es die Freiburger Band ÄL JAWALA am Sonntag zurück in ihre Heimat und zwar geradewegs auf den Mundenhof, um das ZMF im Spiegelzelt zu rocken.

Und wie sie das taten. Ab der ersten Minute war das Publikum derart in Tanzstimmung versetzt, dass es kein Halten mehr gab. Kaum verwunderlich bei derart treibenden Dance Beats und auch sonst sehr tanzbarem Sound. Erzeugt wurde der spezielle Sound des Genres „Balkan Musik“ mit einigen interessant kombinierten und aufeinander abgestimmten Instrumenten. Krischan Lukanow und Steffi Schimmer an den Saxophonen, überzeugten mit gekonntem sowie energiegeladenem Spiel und sorgten für zahlreiche, mit geschlossenen Augen genießende Zuschauer. Den nötigen Rhythmus an den Drums, lieferten die sich abwechselnden Daniel Pellegrini, der sogar ein Didgeridoo Solo darbot und Percussionist Markus Schumacher. Daniel Verdier am sechs-Saitigen Bass rundete das ganze Paket mit seinem variablen Spiel ab.

Viel tolle Musik, was aber so Manche vermissen könnten ist Gesang. Doch den braucht diese Band auch gar nicht, denn ihr Sound, ob verspielt oder melancholisch, ist auch ohne begleitende Stimme ein seltenes Kulturerlebnis, welches sich für Jung und Alt zu erleben lohnte. Die Stimmung wurde im Laufe des Abends immer besser und ausgelassender, sodass mit zunehmender Spieldauer kaum jemand mehr stehen konnte ohne sich zur Musik zu bewegen. Auch die immer mehr verwaisten Sitzmöglichkeiten am Rande des Zelts, waren ein klares Indiz für die glanzvolle Darbietung des Quintetts. Szenenapplaus und frenetischer Jubel nach jedem Song waren der Band jedenfalls sicher. Hätte das Publikum die Entscheidung für die Dauer des Konzertes gehabt, wäre eine Nachtschicht wohl kaum mehr abwendbar gewesen.

„Balkan Big Beatz“ und Manele Pop sind eine wirklich tolle Abwechslung zur gewöhnlichen Musiklandschaft und ÄL JAWALA sind wohl die deutsche Band schlechthin und ich wage mich zu sagen auch international gesehen eine ganz große Nummer dieses Genres. Die Band ist dieses Jahr noch bei einigen Gigs und Festen zu erleben, wer die Möglichkeit hat sollte die Chance nutzen und einfach mal hingehn. Herunterklappende Kinnladen und Tanzexzesse garantiert.

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