Seit einigen Tagen ist es so gut wie sicher – The Rasmus haben einen neuen Produzenten. Desmond Child ist der Name des Mannes, der die Zukunft der Band maßgeblich mitbestimmen wird.

Das ist Desmond Child
Am 28. Oktober 1953, wurde Desmond Child alias John Charles Barrett in Gainsville, Florida geboren. Schon als kleiner Zwack fand er durch seine Mutter, Elena Casals, die selbst eine kubanische Komponistin war, seine Leidenschaft zur Musik und schrieb mit 14 Jahren seinen ersten Pop Song. Nach der Gründung einer eigenen Band und Touren durch die Staaten fand er letztlich seine Erfüllung im Songwriting und der Arbeit als Produzent.
Seitdem arbeitete er mit weltbekannten Stars zusammen, darunter Cher, Robbie Williams, Billie Myers, Michael Bolton, Aerosmith, Bon Jovi, Bonnie Tyler, Iggy Pop, Alice Cooper, KISS, Ricky Martin, Roxette, Dream Theater, Jesse McCartney, Chris Braide, Scorpions, Kelly Clarkson, LeAnn Rimes, um nur eine Handvoll zu nennen. Viele seiner Songs wurden Welthits, wie zum Beispiel “I was made for lovin’ you” von KISS.
Der Richtige?
Niemand kann bestreiten, dass Desmond Child ein Weltklasse Songwriter und Produzent ist, allerdings garantieren große Hits und noch größere Bandnamen, lange nicht den besten Mann für eine finnische Band wie The Rasmus. Eine Band die sich durch ihre skandinavischen Einflüsse und melancholischen Songtexte auszeichnet. Viele Fans lieben sie genau wegen dieser Eigenschaften, die sie von allen Bands auf unserer schönen Mutter Erde unterscheiden und an denen man, wenn möglich nichts ändern sollte, machen sie The Rasmus doch einzigartig.
Phänomen USA

Genau um diese Einzigartigkeit sorgen sich derzeit viele Fans und stehen der ganzen USA Sache äußerst skeptisch gegenüber. Zu groß ist die Angst vor einem „Mainstream-The Rasmus” , dass genau so verweichlicht daher kommt, wie einst HIM, die mit ihrem Album „Dark Light” das mit Abstand schlechteste Album ihrer langen Bandgeschichte hingelegt haben. Wohlgemerkt ein Album, welches in den USA geschrieben, aufgenommen und produziert wurde, mit dem Ziel den Amerikaner zu gefallen und einen hohen Bekanntheitsgrad in den Staaten zu erlangen, was ja wohl grundlegend in die Hose gegangen ist.
Genau davor haben wir Angst, wir wollen unser skandinavisch-echtes The Rasmus behalten und nicht nur eine Band unter Tausenden. Aber warum zieht es eigentlich so viele Bands in die USA? Zugegeben es ist das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, wie es so gerne zitiert wird. Abgesehen davon muss es aber auch noch andere Faktoren geben, die eine Rolle spielen.
Tote Fische schwimmen mit dem Strom
Die Angst vor dem Mainstream ist groß, aber ist sie auch begründet? Fakt ist, viele Bands haben den Schritt in die USA gewagt, einige wurden besser denn je, der Großteil verschwand leider tatsächlich in den Abgründen des Mainstream, der tiefer ist als der Marianengraben es je sein könnte. Aber die Weltuntergangsstimmung die in vielen Foren und unter Fans herrscht, ist zum größten Teil einfach nur übertrieben.

Man kann zwar daran zweifeln, dass die Produktion in den USA eine gute Idee ist, allerdings sollte man nicht vorschnell darüber urteilen. Vielleicht wird das neue Album, dass im ersten Semester des Jahres 2008 erscheinen soll gar nicht so mies, wie viele es befürchten, vielleicht schafft es der Produzent seine Philosophie von guter Musik, mit der der finnischen Rockmusik zu vermischen und so eine Platte zu erschaffen, die das Fanherz höher schlagen lässt. Immerhin hat Desmond Child viele Bands produziert und mit Songs versorgt die in keinem Fall zum Mainstream gezählt werden können, sondern zu Institutionen in der langen Geschichte der Rockmusik geworden sind.
Malt den Teufel nicht an die Wand
Viele kennen meine Meinung zu der ganzen Diskussion, um die USA und das vermeintlich vernachlässigte und vergessene Europa. Deshalb werde ich diese nicht noch breiter treten, als ich es in der Vergangenheit sowieso schon getan habe.
Ich kann nur dafür plädieren, einfach abzuwarten was die Zukunft bringt, auch wenn die Zeit bis dort hin noch sehr lange ist. Es bringt einfach nichts sich über jede Kleinigkeit aufzuregen und alles schlecht zu reden.
Thomy’s Meinung zu Desmond Child
Ich glaube, dass Desmond Child ein großartiger Produzent und Songwriter ist, der sich von vielen anderen abhebt. Er hat schon sehr sehr viele Musiker produziert, die ihren eigenen Stil über viele Jahre beibehalten haben und nicht dem Mainstream verfallen sind, wie es HIM getan haben, die einfach nur der amerikanischen Masse gerecht werden wollten. Ich bin überzeugt dass uns Herr Child ein tolles neues Album bescheren und unsere grundsätzliche Meinung zu USA und Mainstream ein Stück weit wiederlegen wird.




















